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Fidelio, Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven ist ein Name, der keiner Einführung bedarf und ein musikalisches Erbe von epischen Ausmaßen in sich trägt. Unter den vielen berühmten Vokal-, Orchester- und Instrumentalwerken des deutschen Komponisten gibt es eine Oper, die sich in vielerlei Hinsicht hervorhebt. Fidelio, Beethovens erstes und letztes Opernwerk, wird in dieser Saison in Prag aufgeführt.

Das Verfassen einer Oper war ein Lebenstraum von Beethoven, aber er schien nicht das richtige Libretto zu finden. Der in Wien lebende Librettist und Theatermanager Emanuel Schikaneder gab bereits 1803 beim Komponisten eine Oper in Auftrag, doch das Projekt verlor schnell an Fahrt. Beethoven brauchte eine wirklich inspirierende Geschichte, um das Bühnenwerk zu schaffen, das er sich lange vorgestellt hatte, und 1804 fand er sein Thema: das Stück Léonore, ou l'Amour conjugal des französischen Dramatikers Jean-Nicolas Bouilly.

Bouillys Erzählung basiert angeblich auf einer wahren Begebenheit und folgt der mutigen und treuen Ehefrau Leonore, die sich als Gefängniswärterin verkleidet, um ihren Ehemann Florestan, einen politischen Gefangenen im Todestrakt, zu befreien. Die Handlung stimmte völlig mit Beethovens tiefer Hingabe an Freiheit, Menschlichkeit und Liebe überein, und er konnte sich damit endlich der Aufgabe widmen, seine erste große Oper von ganzem Herzen zu schreiben.

Mit einem deutschen Libretto von Joseph Sonnleithner wurde Beethovens erste Oper am 20. November 1805 im Theater an der Wien unter dem Titel Leonore oder Der Triumph der ehelichen Liebe uraufgeführt. Es wurde jedoch wenig begeistert aufgenommen. Zu dieser Zeit war Wien von Napoleon Bonaparte besetzt, und die Themen der Oper fanden bei den vielen anwesenden Soldaten keinen Anklang.

Von der negativen Rezeption geplagt, überarbeitete Beethoven die Oper, bis er zu ihrer endgültigen Fassung kam, nach Leonores Alter Ego Fidelio genannt, der am 23. Mai 1814 im Kärntnertortheater in Wien debütierte und schließlich die universelle Anziehungskraft erlangte, die er verdiente. Die Leitmotive der Oper, Gerechtigkeit und Freiheit, stimmten nun perfekt mit der Stimmung in Österreich und im übrigen Europa überein, und Beethovens kraftvolle Musik ließ sie kraftvoller klingen als je zuvor.

Auch wenn sich Handlung und Struktur von Fidelio stark verändert hatten, zeigte die Musik Beethoven stets in Bestform. Achten Sie auf das schöne Quartett "Mir ist so wunderbar", Florestans Andachtsarie "In des Lebens Frühlingstagen" oder das Liebesduett "O namenlose Freude". Die einzigartige Atmosphäre von Fidelio prägt diese Saison in Prag!

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