Boris Godunow, M. Mussorgski

Modest Mussorgski schrieb nur eine einzige Oper in seinem Leben; allerdings genügte das auch. Boris Godunow bestimmte die Karriere des russischen Komponisten und nahm ein Eigenleben an, noch bevor er abgeschlossen war. Boris Godunow erzählt mit einem Libretto von Mussorgski selbst nach dem Stück des großen Alexander Puschkin eine epische Geschichte über die Verantwortlichkeiten und Versuchungen der Macht und die Kämpfe und das Hinterhältige auf dem Weg zum begehrten Thron. Die Wiener Volksoper inszeniert dieses fantastische Repertoire in seiner Originalfassung von 1869, um der kreativen Vision des Komponisten so treu wie möglich zu bleiben.

Die Originalversion von Boris Godunow zu sehen, ist eine äußerst seltene und begehrte Erfahrung. Nach Abschluss des Projekts im Jahr 1869 konnte Mussorgski die russischen Kaiserlichen Theater nicht davon überzeugen, es zu produzieren. Frustriert schuf er 1872 eine zweite Fassung, diesmal basierend auf Nikolai Karamsins historischem Bericht über die Ereignisse in der Oper. Dieser neue Boris Godunow wurde am 27. Januar 1874 am Mariinski-Theater in St. Petersburg uraufgeführt, wo er größtenteils von unfreundlichen Kritikern verrissen wurde. Seitdem wurde die Oper selten in einer von Mussorgskis Varianten aufgeführt. Oft werden Schnitte, Neu-Orchestrierungen und Szenenumstellungen vorgenommen.

Nikolai Rimski-Korsakow und Dmitri Schostakowitsch produzierten ihre eigenen, angeblich verbesserten Versionen von Boris Godunow. Die Neuzeit hat jedoch Mussorgskis einzigartigen Kompositionsstil neu bewertet. Die Volksoper Wien spricht dem russischen Komponisten sein Verdienst aus und ehrt ihn mit einer Aufführung seines Hauptwerks in seiner vollen Originalpracht.

Die Handlung von Boris Godunow spielt zwischen 1598 und 1605 oder in der Zeit der Wirren (auch: Smuta). Nach dem Tod des alten Zaren wollen die verzweifelten Moskauer, dass Boris Godunow dessen Platz einnimmt. Godunow selbst ist hin- und hergerissen. Obwohl er seine Finger bei der Ermordung des jungen Sohnes des Zaren im Spiel hatte, zögert er, die Krone aufzusetzen. Währenddessen beginnt der falsche Dmitri, ein weiterer Rivale für den Thron, eine Armee an der Grenze zusammen zu ziehen... In Mussorgskis Händen ist das Drama einfach überragend.

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