Der fliegende Holländer, R. Wagner

Der fliegende Holländer, R. Wagner

Geschrieben und uraufgeführt vor seinem 30. Lebensjahr stellt Der Fliegende Holländer dasjenige Stück dar, das Richard Wagners Etablierung in der Musikwelt begründete. Er begann ein Gigant der Oper des 19. Jahrhunderts zu werden und schrieb von nun an fast ausschließlich für dieses Genre.

Uraufgeführt an der Semperoper in Dresden am 2. Januar 1843 überzeugte Der Fliegende Holländer das Publikum durch seine kraftvolle und dennoch zarte Musik, die vom Komponisten selbst dirigiert wurde. Das Werk beinhaltet bereits eine Ahnung von Wagners sich im Entstehen begriffener Philosophie von Musik und ihrer Aufgabe, verschiedene Künste in sich zu vereinen, um eine innovative dramatische Form zu schaffen.

Der Hintergrund zu Wagners Inspiration zum Fliegenden Holländer scheint zunächst profan: Statt sich in den Steuermann einzufühlen, der dazu verdammt ist, über die Meere zu irren, um die einzige Frau zu finden, die bereit ist, ihr Leben für seines zu opfern, hält Wagner in seinen Autobiografien fest, dass ihn die in gewisser Hinsicht riskante Flucht vor seinen Gläubigern nach England, die er im Sommer 1839 mit seiner Frau Minna unternahm, inspiriert hatte.

Und tatsächlich scheint die Oper das Gefühl auszudrücken, das Wagner zu diesem Zeitpunkt empfunden haben muss: Auf der einen Seite der Holländer als Inbegriff der gequälten und bedrohten romantischen Seele, allen Unwägbarkeiten zum Trotz; auf der anderen Seite Wagner selbst, der von dieser Legende erleuchtet war, dessen Traum vom Erfolg in Paris, das nach London seine nächste Station darstellte, scheiterte und der um die Zukunft seiner Familie bangte.

So bietet die Aufführung des Fliegenden Holländers an der Wiener Staatsoper einen Einblick in den Geist eines der größten Komponisten aller Zeiten.

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