Die Meistersinger von Nürnberg, R. Wagner

Die Meistersinger von Nürnberg, R. Wagner

Die Meistersinger von Nürnberg ist eine Oper, die Richard Wagner und sein gigantisches musikalisches Vermächtnis zugleich definiert und ihm die Stirn bietet. Es ist das einzige seiner epischen Bühnenwerke, das keine übernatürlichen oder mythologischen Elemente enthält. Im Gegensatz zu seinen intensiv dramatischen Ring-Opern ist sie eine Komödie. In Bezug auf musikalische Ideologie steht sie im Gegensatz zu vielen von Wagners kreativen Prinzipien und enthält eine Reihe klassischer Elemente, die er als antiquiert und künstlerisch wertlos ansah; etwa sich reimende Textzeilen, Chöre und Arien sowie ein Ballett. Trotz dieser - zumindest nach Ansicht des Komponisten - stilistischen Übertretungen wurde Die Meistersinger von Nürnberg zum entscheidenden Schritt in Wagners Karriere vom Moment der Premiere am 21. Juni 1868 im Nationaltheater München an. In dieser Saison steht die Wiener Staatsoper bereit, um das Publikum mit zurück ins Nürnberg des 16. Jahrhunderts zu nehmen.

Wagner entwickelte die Idee zu Die Meistersinger von Nürnberg, während er ein Buch über die Geschichte der deutschen Lyrik las. Ein Kapitel darin beschäftigte sich intensiv mit der bayrischen Tradition der sogenannten ‘Meistersinger’, das waren Männer, die eigentlich als Handwerker arbeiteten, aber auch ausgezeichnete Musiker und Poeten waren. In anderen Worten waren sie Meister einer Zunft, die auch sangen. Unter ihnen stach Hans Sachs als eine zentrale historische Figur hervor und Wagner nahm ihn gerne als Hauptfigur in seine Oper auf. Der kreative Prozess nahm mehr als zwei Jahrzehnte in Anspruch. Von der Entstehung der ursprünglichen Idee bis zum Schreiben des Librettos und der Partitur entwickelte Wagner sowohl musikalische als auch lyrische und philosophische Überlegungen, die ihrer Zeit weit voraus waren.

Die Handlung von Die Meistersinger von Nürnberg dreht sich rund um die Liebesgeschichte zwischen Walther von Stolzing, einem reisenden Adligen und Eva, der Tochter des Goldschmieds und Meistersingers Veit Pogner. Der schockverliebte Besucher macht der jungen Dame sofort einen Antrag, doch ihre Hand ist bereits dem Gewinner des Meistersinger-Wettbewerbs in der Stadt versprochen. Ohne zu zögern bewirbt sich Walther um die Aufnahme in die Gilde der Nürnberger Meistersinger und will sich dem Wettbewerb und dem Urteil des gerechten und weisen Schusters Hans Sachs und dessen Gegenpart, des Stadtschreibers Sixtus Beckmesser stellen. Eine Reihe komischer und dramatischer Situationen entstehen auf dem Weg des jungen Liebespaars, begleitet von kraftvollen Melodien, wie sie nur aus Wagners Hand stammen können.

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