Dornröschen, P. I. Tschaikowski

Peter Iljitsch Tschaikowski wird heute als ein Meister des Ballett-Genres angesehen, doch zu seinen Lebenszeiten schaffte es sein besonderer Sinn für das Verpacken von Drama und Tanz in emotional aufgeladene Musik nicht, weitreichende Anerkennung zu finden. Das war vielleicht der Grund dafür, warum er uns nur wenige Ballette hinterließ, von denen heute jedes als zeitloser Klassiker angesehen wird. Dornröschen, basierend auf dem beliebten Märchen ‘La belle au bois dormant’ von Charles Perrault, gehört zu jenen herausragenden Stücken, die sofort wiedererkannt werden und die Tschaikowskis musikalisches Erbe definieren. Die Originalproduktion debütierte am 15. Januar 1890 im Mariinski-Theater in St. Petersburg. In dieser Saison bringt die Wiener Staatsoper das klassische Ballett mit einer Choreographie von Tanzlegende Martin Schläpfer auf die Bühne.

Als das Mariinski-Theater ihm einen Auftrag anbot, zeigte sich Tschaikowski noch immer verletzt angesichts der Gleichgültigkeit der Kritiker und des Publikums gegenüber seinem vorherigen Ballett Schwanensee. Gegenstand des neuen Werk sollte eigentlich Undine werden, die fantastische Geschichte über einen Wassergeist, der einen Sterblichen heiratet, doch man wandte sich dann schnell Charles Perraults Geschichte von der mit einem Fluch belegten Prinzessin zu, die nur von einem Kuss wahrer Liebe würde gerettet werden können. Der legendäre Ballettmeister Marius Petipa übernahm die Aufgabe des Choreographen und überzog Tschaikowski mit langen Listen voller Anweisungen und Vorgaben. Trotz dieses Drucks arbeitete der Komponist mit großer Geschwindigkeit und Lust, um das Rückgrat der Partitur zu erschaffen und die hauptsächlichen Themen der beiden sich gegenüberstehenden Charaktere zu gestalten; die gute Fee und die böse Carabosse, jede mit ihrem eigenen unverkennbaren Musikthema. Die Premiere brachte Tschaikowski eine deutlich wärmere Rezeption als für Schwanensee, doch der Komponist sollte den beeindruckenden globalen Erfolg von Dornröschen im folgenden Jahrzehnten nicht mehr erleben dürfen.

Martin Schläpfers Choreographie für dieses klassische Tschaikowski-Ballett zeigt seinen großen Respekt und seine Liebe für das Original, verbunden mit seinem typischen Talent für fast cineastische Bühnendarstellung und Handlung. Seine Verehrung für Tschaikowski und Petipas Meisterwerk machen Dornröschen an der Wiener Staatsoper zu einer bemerkenswerten Erfahrung.

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