Faust, C. Gounod

Faust, C. Gounod

Angesichts der Tatsache, dass er einst mit dem Gedanken gespielt hatte, eine Ausbildung zum Priester zu absolvieren, kann es für das moderne Publikum etwas überraschend sein, dass Charles Gounod sich dazu entschieden hat, eine Oper zu schreiben, in der sein Held einen Pakt mit dem Teufel schließt. Allerdings wuchs Gounod im kulturellen Sog des frühen neunzehnten Jahrhunderts auf. Und die Geschichte von Faust, Goethes monumentales zweiteiliges Theaterstück, hatte auf seine Phantasie unauslöschliche Auswirkungen.

In Gounods Version der Geschichte hat Faust, nun ein alter Mann, das Leben im Grunde aufgegeben. Als Satan in der Form von Méphistophélès um seine Seele feilscht, entscheidet sich Faust dafür, seine verlorene Jugend wieder zu entdecken. Méphistophélès wirft Faust danach weitere Versuchungen in den Weg in Form von Margarethe, die sein Herz zum Schmelzen bringt.

Unter Méphistophélès' Einfluss ist Fausts Verhalten bedauerlich. Margarethe trägt sein Kind aus, doch Faust ist nirgends zu sehen. Als er zurückkehrt, dann nur, um Margarethes erzürnten Bruder, Valentin, zu ermorden. Angetrieben von ihrem nahenden Wahnsinn über alles, was geschehen ist, tötet Margarethe ihr Baby. Wird sie Fausts Macht über sich am Ende entkommen oder wird sie ihm in die Hölle folgen, als ihr das Schafott droht?

Uraufgeführt am Théâtre Lyrique in Paris am 19. März 1859, war Faust zunächst so etwas wie ein kleines Licht, doch als er ein Jahrzehnt später an der Opéra de Paris aufgeführt wurde, wurde er zu einem Phänomen, das die Zeitpläne des Palais Garnier bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein dominierte. Nun liegt es an der Wiener Staatsoper, die Bühne für Faust und Méphistophélès' Machenschaften zur Verfügung zu stellen.

Gounod war ein brillanter Orchestrierer, da jede Szene von Faust perfekt gerahmt ist durch seine Wahl der Instrumentierung. Und während sein Titelheld kaum gewinnende Qualitäten hat, gehört die Musik, die Gounod ihm reserviert, zu den gefühlvollsten, die jemals für eine Oper geschrieben wurden, insbesondere „Salut! Demeure chaste et pure“ (Sei gegrüßt, du keusche und reine Wohnstätte), wenn er seine ersten vorsichtigen Schritte unternimmt, um Margarethes Zuneigung zu gewinnen.

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