Nabucco, G. Verdi

Nabucco, G. Verdi

Das Staatsbegräbnis für Giuseppe Verdi am 27. Februar 1901, genau einen Monat nach seinem Tod, ist noch immer die größte öffentliche Versammlung, die jemals in Italien dokumentiert wurde. Die Massen, die die Straßen von Mailand an diesem Tage bevölkerten, sangen, als sein Leichenzug vorbeiging, Va, pensiero (Flieg, Gedanke), den sogenannten Chor der hebräischen Sklaven aus seinem ersten großen Erfolg Nabucco.

Es war eine passende Huldigung für eine Persönlichkeit, die im Alleingang ihrem Land auf dem Gebiet der Oper wieder zu Ansehen und Bekanntheit verholfen hatte. Va, pensiero wurde, für viele Italiener, zu ihrer Nationalhymne; die Musik, die sie gewählt hatten, um ihre Wiedervereinigung zu einem einzigen Reich zu feiern.

Die Ausrufung einer Herrschaft über eine andere ist der Subtext für Nabucco, Verdis biblisches Epos, in dem Jerusalem von den eindringenden Babyloniern gestürzt wird. Doch staatliche Souveränität, in Verdis Sinn, ist der Macht der Liebe nicht ebenbürtig.

Sowohl Fenena als auch Ismaele, auf zwei gegenüberliegenden Seiten im Krieg stehend, werden durch ihre Gefühle füreinander angetrieben, wenn zum einen Ismaele Fenena vor dem sicheren Tod durch die Hände des jüdischen Hohepriesters Zaccaria rettet, und zum anderen danach Fenena ihre Schuld begleicht, indem sie die Israeliten aus ihrem babylonischen Gefängnis befreit.

Nachdem Abigaille, Fenenas rachsüchtige Halbschwester, den höchsten Preis für Fenenas scheinbaren Verrat verlangt, ihre Hinrichtung, ruft deren Vater Nabucco, König von Babylon, die Hilfe des Gottes seines Feindes an, um die Entschlossenheit für die Errettung seiner Tochter zu erlangen.

Uraufgeführt am 9. März 1842 an der Mailänder Scala, sorgte Nabucco für die Bestätigung, nach der Verdi gesucht hatte: dass er in der Tat das Zeug für eine Karriere als Komponist hatte; ein wichtiges Allheilmittel, um den Verlust seiner Frau und zweier Kinder im Kleinkindalter zu lindern, und eher nicht der Beitrag eines Musikers zum Risorgimento. Nun offeriert die Wiener Staatsoper die Bühne für eine Oper, die beweist, dass Liebe wirklich alles zu erobern vermag.

Tickets bestellen:

Für Ihre Kartenreservierung gehen Sie bitte zum Spielplan und wählen Sie Ihr Wunschdatum!




Ihre Bestellung
Keine Reservierungen gefunden.
Schnellsuche