Rigoletto, G. Verdi

Rigoletto, G. Verdi

Giuseppe Verdi trat mit Rigoletto, der siebzehnten Oper, die er damit schreiben sollte, und einem seiner beliebtesten Werke, in seine hochgelobte späte Schaffensperiode ein. Es enthält „La donna è mobile“, eine der größten Arien des Maestro. Wie viele seiner anderen erfolgreichen Opern befasst sich Rigoletto ebenso mit den moralischen und politischen Versäumnissen zu Verdis Zeit. In diesem Fall geraten die Ausschweifungen der herrschenden Klasse und die Unterwürfigkeit ihrer Anhänger ins Fadenkreuz. Der lüsterne Herzog von Mantua betrügt regelmäßig seine Höflinge, während sein Hofnarr Rigoletto ihn dazu ermutigt und die entehrten Frauen und ihre Ehemänner dazu noch lächerlich macht, um die Verletzung mit den Beleidigungen noch zu toppen.

Der verbitterte und rücksichtslose Clown Rigoletto verbirgt jedoch ein Geheimnis. In der verdorbenen Umgebung von Mantuas Hof zieht er seine süße und unschuldige Tochter Gilda auf, die er vor den niederen Leidenschaften seines Herrn schützen will. Leider kennt der Herzog keine Grenzen und verführt Gilda als Student verkleidet. Der wütende Rigoletto sinnt auf tödliche Rache, doch seine Wut führt ihn zu noch größerer Tragödie und Verlust. Der Fluch, den einer der beschämten Höflinge sowohl Mantua als auch seinem Narren auferlegt hat, bewahrheitet sich.

Verdi schrieb Rigoletto in Zusammenarbeit mit dem Librettisten Francesco Maria Piave, der die Handlung aus Victor Hugos Brandstück Le Rois Amuse (oder Der König amüsiert sich) adaptierte. Ähnlich wie das ursprüngliche Bühnenwerk wurde Verdis Oper von den königlichen Zensoren heftig kritisiert, die entschieden dagegen waren, das Königshaus als korrupt und unmoralisch in Misskredit zu bringen. Nach intensiven Verhandlungen einigten sich Verdi und Piave darauf, die Oper in das bereits ausgestorbene Herzogtum Mantua zu verlegen, um eine direkte Assoziation bis in ihre Zeit zu vermeiden.

Trotz der Probleme bei der Produktion war Rigolettos Premiere am 11. März 1851 im Teatro La Fenice in Venedig ein Triumph und der erste große Erfolg von Verdi in Italien seit Macbeth von 1847. Die Volksoper Wien belebt nun diesen großen Klassiker und bietet ein authentisches Verdi-Erlebnis.

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