Zar und Zimmermann, Gustav Albert Lortzing

Wer auch immer das böse Gerücht über den schlechten Sinn für Humor der Deutschen ins Rollen gebracht hat, kannte mit Bestimmtheit nicht das Leben und Werk von Gustav Albert Lortzing. Wenn Sie selbst bisher denselben Vorurteilen zum Opfer gefallen sein sollten, bietet Ihnen die Wiener Volksoper nun eine fantastische Gelegenheit, Ihre Meinung mit der komischen Oper Zar und Zimmermann des Maestros zu ändern!

Wie jeder gute Humorist weiß, muss ein Witz mindestens einen Kern an Wahrheit enthalten, um die Lachmuskeln ordentlich in Bewegung zu bringen. Lortzing, ein talentierter deutscher Komponist, Musiker und Librettist, ließ sich von der wahren Geschichte der halb inkognito stattgefundenen Reise Peters des Großen durch Europa zum Ende des 17. Jahrhunderts inspirieren.

Die Absicht des russischen Monarchen bestand darin, sich in die westeuropäische Gesellschaft einzugliedern und wertvolle Kenntnisse zum Wohle seines eigenen Reiches zu erwerben. Dies ist auch der Ausgangspunkt von Zar und Zimmermann, der uns den Zaren vorstellt, wie er in der Verkleidung des Schiffbauers Peter Mikhailov in Zaandam, einer kleinen Stadt in Nordholland, arbeitet.

Verwirrung entsteht fast gleichzeitig, als ein weiterer Zimmermann, Peter Ivanov, die Szenerie betritt und die Handlung mit seiner verzweifelten Liebe zu Marie Van Bett, der Nichte des überfürsorglichen Bürgermeisters, kompliziert. Hinzu kommt, dass russische Abgesandte verzweifelt versuchen, ihren Zaren von seinem Abenteuer zurückzubringen, worauf eine perfekte Komödie entsteht.

Gustav Albert Lortzings Zar und Zimmermann feierte seine Premiere am 22. Dezember 1837 im Leipziger Stadttheater. Neben dem Schreiben und Komponieren spielte Lortzing auch den jungen Peter Ivanov. Die Aufführung war ein Erfolg und wurde durch eine Reihe von Aufführungen in Berlin zum festen Bestandteil der deutschsprachigen Musiklandschaft.

In musikalischer Hinsicht ist Zar und Zimmermann äußerst unterhaltsam. Lortzing stützte seine innovative und dynamische Partitur auf die besten Traditionen der italienischen Opera Buffa, in der Sänger und Orchester in ständiger Interaktion stehen. Achten Sie auf das „O sancta justitia, ich möchte rasen“ des alten Van Bett, bei dem seine Stimme nicht mit den tiefen Tönen zurechtkommt und stattdessen das Fagott seine Melodielinie vervollständigen muss.

Ein gutes Maß an gesprochenen Dialogen erhöht das Gefühl für Dynamik und treibt die Handlung in rasantem Tempo voran. Die verspielte Musik und der leichte Humor von Zar und Zimmermann versprechen Ihnen einen vergnüglichen klassischen Abend an der Volksoper Wien!

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